Dutzende Tote bei Angriff auf Kirche in Burkina Faso

Attentäter stürmten am Sonntag eine protestantische Kirche in dem Dorf Pansi im Norden von Burkina Faso. Dabei töteten sie mindestens 24 Menschen, darunter den Pastor der Gemeinde.


Eine «bewaffnete terroristische Gruppe» habe das Dorf nahe der Grenze zum Niger am Sonntag überfallen, teilte der Regionalgouverneur der Sahel-Region, Salfo Kaboré, am 17. Februar mit. Die Angreifer hätten zunächst die Dorfbewohner von Nicht-Ansässigen getrennt und dann die Dorfbewohner getötet. Dabei seien mindestens 24 Menschen getötet und rund 18 weitere verletzt worden. Unter den Toten sei auch der Pastor der protestantischen Gemeinde. Mehrere Menschen wurden laut Kaboré verschleppt.

Nach Angaben des Gouverneurs wurden Verletzte in die nahe gelegenen Dörfer Sebba und Dori gebracht, um sie dort medizinisch zu versorgen.

Hunderttausende auf der Flucht

Das westafrikanische Burkina Faso wird wie die Nachbarländer Mali und Niger seit 2015 immer wieder von Gewalttaten erschüttert. In den drei Staaten der Sahelzone sind Dschihadisten auf dem Vormarsch. Rund 750 Menschen wurden seit 2015 in Burkina Faso getötet, etwa 600’000 Menschen flohen nach Uno-Angaben vor der Gewalt. (sda/no)