Sechs Tote bei Anschlag auf Kirche in Burkina Faso

Es ist der zweite Angriff auf eine christliche Einrichtung in Burkina Faso innerhalb von wenigen Wochen: Am Sonntag, 12. Mai, töteten Bewaffnete in einer katholischen Kirche sechs Menschen.


Laut Zeugenberichten sollen rund 40 Angreifer am Sonntagmorgen in die Kirche von Dablo im Norden Burkina Fasos eingedrungen sein. Dort töteten sie sechs Menschen, darunter den Priester, der zum Zeitpunkt des Angriffs die Messe feierte.

Nach Angaben von Ousmane Zongo, des Bürgermeisters der Gemeinde, hätten die Angreifer auf die fliehenden Gläubigen geschossen und anschliessend die Kirche, angrenzende Läden und ein Restaurant in Brand gesteckt. Daraufhin seien sie in ein Gesundheitszentrum eingedrungen und hätten auch dieses zerstört.

Es war dies der zweite Angriff auf eine Kirche in dem westafrikanischen Land innerhalb weniger Wochen. Ende April hatten Islamisten eine protestantische Kirche im Norden angegriffen und dabei fünf Menschen getötet.

Rückzugsort für Islamisten

Teile von Burkina Faso sowie den angrenzenden Ländern Mali und Niger gelten als Rückzugsorte für islamistische Extremisten. Etliche Gruppen sind in dieser Region aktiv, einige haben Al-Kaida oder der Terrormiliz Islamischer Staat ihre Treue geschworen.

Der westafrikanische Staat ist seit vier Jahren denn auch immer wieder Ziel islamistischer Anschläge. Dabei sind bisher knapp 400 Menschen gestorben. Angriffe galten nicht nur christlichen Kirchen oder Priestern, sondern auch muslimischen Geistlichen. (sda)