Vierzehn Tote bei Anschlag auf Kirche in Burkina Faso

Im westafrikanischen Burkina Faso ist es während der Sonntagsmesse in einer Kirche zu einem tödlichen Anschlag gekommen. Die unbekannten Täter sind auf der Flucht.


Nach Angaben aus Sicherheitskreisen stürmte am 1. Dezember rund ein Dutzend schwer bewaffneter islamistischer Angreifer eine Kirche in der Ortschaft Hantoukoura, nahe der Grenze zum Niger. Diese hätten «die Gläubigen hingerichtet, darunter den Pastor und Kinder».

Eine andere Quelle sprach ebenfalls von 14 getöteten Gläubigen, bei denen es sich ausschliesslich um Männer gehandelt habe. Soldaten hätten sich auf die Suche nach den Angreifern gemacht, die mit Motorrädern vom Anschlagsort geflüchtet seien.

Auch muslimische Opfer

In dem armen westafrikanischen Land gab es seit Februar eine Reihe von Anschlägen auf christliche Einrichtungen, bei denen bisher 21 Menschen getötet wurden. Dschihadistengruppen attackieren neben Christen auch Muslime, die sie für nicht radikal genug halten.

In Burkina Faso leben rund zwei Drittel Muslime und ein Drittel Christen. In der Vergangenheit hatten beide Religionen im Land friedlich zusammengelebt. (sda/no)