Dutzende Flüchtlinge gerettet
Das Schiff der Hilfsorganisation SOS Humanity hat innerhalb von wenigen Stunden gleich zwei Rettungsaktionen im Mittelmeer durchgeführt. Zunächst nahm die «Humanity 1» in der Nacht auf Montag in der maltesischen Such- und Rettungszone 31 Menschen an Bord, wie die Seenotretter mitteilten. Bei einem zweiten Einsatz am Montagmorgen seien 31 weitere Flüchtlinge und Migranten gerettet worden. Unter den Überlebenden sind den Angaben zufolge mehrere Minderjährige.
Die Menschen seien erschöpft, teilweise seekrank, aber ansonsten in einem stabilen medizinischen Zustand, erklärte SOS Humanity auf der Plattform X, ehemals Twitter.
Die zweite Rettung sei mit den italienischen Behörden abgesprochen worden, teilte die Organisation mit. An Bord des nicht seetauglichen Schlauchbootes habe sich weder Nahrung noch Wasser befunden. Bei dem ersten Einsatz in der Nacht auf Montag seien die Schutzsuchenden von einem überbesetzten Holzboot an Bord genommen worden. Nachdem der Treibstoff ausgegangen war, sei das Boot manövrierunfähig auf offener See getrieben.
Die Schiffe privater Organisationen retten im Mittelmeer immer wieder Flüchtlinge und Migranten vor dem Ertrinken. Am Wochenende nahm die «Geo Barents» von Ärzte ohne Grenzen 63 Schutzsuchende an Bord. Die italienischen Behörden hätten der Crew daraufhin den Hafen von Genua zugewiesen, der bis zu sechs Tage entfernt liege, teilte die Hilfsorganisation mit. (epd/ no)