Dreimal mehr Hilfsgesuche bei der Tessiner Winterhilfe
Wer jeden Rappen umdrehen muss, drohte in den letzten Monaten in finanzielle Schwierigkeiten zu geraten. Das zeigt sich unter anderem bei der Tessiner Winterhilfe. Die Hilfsgesuche hätten sich im laufenden Rechnungsjahr gegenüber den Vorjahren verdreifacht, sagte Direktorin Paola Eicher. Sie bestätigte einen Bericht von RSI gegenüber der Nachrichtenagentur Keystone-SDA. Bei der Winterhilfe dauert ein Rechnungsjahr vom 1. Juli bis zum 30. Juni.
Insbesondere die Zahl von Unterstützungsgesuchen arbeitsloser Menschen sei stark angestiegen. Verglichen mit dem Vorjahr hätte sie in den vergangenen sieben Monaten um 98 Prozent zugenommen. Daneben gebe es zahlreiche Gesuche von Alleinerziehenden und Working Poor.
Die meisten Anfragen würden Miete, Nebenkostenabrechnungen, Strom und Gesundheitskosten betreffen, erklärte Eicher. Insgesamt habe die Zahl der stetig zugenommen: von 300 im Jahr 2018 auf 900 im vergangenen Jahr.
Die Winterhilfe unterstützt Menschen mit Naturalleistungen und übernimmt dringende Rechnungen. Die Angebote richten sich ausschliesslich an Personen, die in der Schweiz leben und deren Einkommen sich am Existenzminimum bewegt. Das Hilfswerk ist nach eigener Aussage zu 100 Prozent durch Spenden finanziert. (sda/ dst)