Krieg im Nahen Osten
Donald Trump: Papst soll sich «zusammenreissen»
US-Präsident Donald Trump hat Papst Leo XIV. scharf attackiert. Er solle sich zusammenreissen, der radikalen Linken nicht nach dem Munde reden und sich darauf konzentrieren, ein grosser Papst zu sein und kein Politiker, schrieb Trump im Netzwerk Truth Social. Das schade dem aus den USA stammenden Kirchenoberhaupt sehr. Und was noch wichtiger sei. «Es schadet der katholischen Kirche», schrieb Trump.
Leo XIV. hatte Trump in den vergangenen Tagen mehrfach für dessen Kriegskurs gegen den Iran kritisiert. Trumps Drohen mit dem Auslöschen einer ganzen Zivilisation, die dieser kurz vor einer Einigung auf eine Waffenruhe mit dem Iran ausgesprochen hatte, nannte er «inakzeptabel».
Trump behauptete, ohne ihn wäre Robert Prevost im vergangenen Mai nicht zum Papst gewählt worden. «Wäre ich nicht im Weissen Haus, wäre Leo nicht im Vatikan», schrieb der US-Präsident. Seiner Argumentation zufolge wurde Prevost gewählt, weil die katholische Kirche geglaubt habe, sie stelle sich gut mit ihm als Präsident der USA, wenn sie einen Landsmann zum Kirchenoberhaupt wählt.
Trump schrieb, er wolle keinen Papst, der den Präsidenten der Vereinigten Staaten kritisiert, weil er genau das tue, wozu er mit einem Erdrutschsieg gewählt worden sei: Tiefststände bei der Kriminalität zu erreichen und den «besten Aktienmarkt der Geschichte» zu schaffen. (epd/ no)