Tourismus
Kölner Dom führt Eintrittsgeld ein
Der Kölner Dom führt ein Eintrittsgeld ein. Ab Juli 2026 sollen Touristinnen und Touristen eine Abgabe zahlen, hat das Domkapitel als Verwalterin entschieden. Der genaue Betrag soll in den kommenden Wochen festgelegt werden.
«Wir haben lange diskutiert und uns die Entscheidung nicht leicht gemacht», sagte Dompropst Guido Assmann. Der Eintritt für Menschen, die Gottesdienste besuchen, eine Kerze anzünden oder zum Beten in den Dom kommen wollen, werde weiterhin kostenlos und in bestimmten Bereichen möglich sein. Das stehe «überhaupt nicht zur Debatte», betonte er.
Durch die neue Gebühr würden wohl weniger Menschen die Kathedrale besuchen. «Wir gehen davon aus, dass die neue Besichtigungsgebühr den ‹Tagesbetrieb› im Dom deutlich beruhigt und dabei hilft, den Dom wieder stärker als Gotteshaus und sakralen Raum erfahrbar zu machen», sagte Assmann. Den Angaben zufolge besuchen aktuell etwa sechs Millionen Menschen im Jahr die Kölner Kathedrale.
Der Dom hatte in den vergangenen Jahren mehrfach deutliche Defizite verzeichnet. 2024 resultierte ein Minus von 240'000 Euro. Im Vorjahr hatte das Defizit bei knapp 3,6 Millionen Euro gelegen und auch für das aktuelle Jahr wird bei Ausgaben von etwa 16 Millionen Euro ein Minus von 1,5 Millionen Euro erwartet.
Bisher ist der Zutritt in die Kathedrale grundsätzlich kostenfrei. Nur für die Domschatzkammer und den Turmaufstieg wird Eintritt verlangt. Der Kölner Dom gehört seit 1996 zum Weltkulturerbe der Unesco. Er ist der grösste gotische Kirchenbau Deutschlands. Nach einer Gesamtbauzeit von 632 Jahren wurde er 1880 fertiggestellt. (epd/ gab)