Deutschland
Weniger kirchliche Trauungen
Die Zahl der Eheschliessungen in Deutschland ist seit Jahren rückläufig. 2025 lag sie laut den vorläufigen Erhebungen des Statistischen Bundesamtes bei 348’700 und war damit so niedrig wie noch nie seit Beginn der Erfassung 1950. Ein Jahr zuvor waren noch rund 349’200 Ehen geschlossen worden.
Mehr als drei Viertel der 698’400 Menschen, die 2024 heirateten, gaben zum ersten Mal einem anderen ihr Ja-Wort, waren also zuvor weder geschieden noch verwitwet. Deutschlandweit waren laut dem Bundesamt 2024 insgesamt rund 34,6 Millionen Menschen verheiratet – knapp 50 Prozent der Bevölkerung ab 18 Jahren. 30 Jahre zuvor waren es noch 60 Prozent.
Die Zahl der volljährigen ledigen Menschen stieg dagegen: Ende 2024 waren rund 23 Millionen nicht verheiratet, verwitwet oder geschieden. 1994 waren es nur gut 16 Millionen. 2024 wurden rund 130'000 Ehen geschieden. Bis zur Scheidung waren Paare durchschnittlich knapp 15 Jahre lang verheiratet.
Auch die Zahl der kirchlichen Hochzeiten ist in den vergangenen Jahren weiter zurückgegangen. Die evangelischen Landeskirchen trauten laut Statistik der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) 2023 rund 28’000 Paare kirchlich, 2022 waren es noch rund 35’400. Neuere Zahlen gibt es von den Katholiken, in deren Kirchen 2025 knapp 19’500 Trauungen stattfanden, dort waren es ein Jahr zuvor noch gut 22’500. (epd/ no)