Der lange Schatten Zwinglis

Zwingli wird Thema einer Kunstaktion. Der Schweizer Lichtkünstler Gerry Hofstetter wird im In- und Ausland den Schatten projizieren, den die Zwingli-Statue vor der Wasserkirche wirft. Auch ein Freilichttheater ist geplant.

Das Zürcher Grossmünster beleuchtet von Lichtkünstler Gerry Hofstetter anlässlich des «Züri Fäschts». (Bild: Wikimedia/Kurt Riedberger)

In einer Tournee soll an für Zwingli und die Reformation wichtigen Orten ein Zeichen gesetzt werden, schreibt die NZZ in ihrer Ausgabe vom Montag. Mit jedem Schattenwurf werde ein Hinweis für das Verständnis seiner Botschaft verbunden. Jeweils am Ersten des Monats soll ab Januar 2017 Zwinglis Schatten an einem bestimmten Ort in der Schweiz oder im Ausland projiziert werden. Hofstetter habe das Grossmünster bereits früher von innen und aussen in neues Licht gerückt.

Aus der Perspektive von Zwinglis Frau

Zwingli kommt auch auf die Bühne. «Die Akte Zwingli» werde im Juni 2017 als Freilichttheater vor dem Grossmünster gespielt, schreibt die NZZ. Den Text geschrieben hat Grossmünsterpfarrer Christoph Sigrist, der im Auftrag des Kirchenrats Botschafter des Zürcher Reformationsjubiläums ist. Das «Mysterienspiel» ist aus der Perspektive von Zwinglis Frau Anna Reinhard geschrieben und Ausgangspunkt Zwinglis Tod auf dem Schlachtfeld von Kappel. Die Musik stammt vom deutschen Komponisten Hans-Jürgen Hufeisen. Texte und Noten würden in verschiedenen Fassungen gedruckt, so dass Kirchgemeinden das Stück oder Teile davon aufführen könnten, heisst es weiter. Anfragen lägen bereits vor, auch aus der Westschweiz.