Rassismus

Debatte zu religiösem Hass im Menschenrechtsrat

Nach der Verbrennung eines Korans in Schweden hat Pakistan eine internationale Diskussionsrunde gefordert. Die Aktion in Schweden hatte zuvor zu Protesten in mehreren islamischen Ländern geführt.

Der Menschenrechtsrat der Vereinten Nationen befasst sich wohl noch in diesen Tagen mit einer politischen Aktion, die vergangene Woche in Schweden stattgefunden hat. Pakistan hat ihretwegen im Namen mehrerer Staaten gefordert, «den alarmierenden Anstieg an öffentlichen Aktionen von religiösem Hass in Europa zu diskutieren», wie der Sprecher des Menschenrechtsrats erklärte.

Bei einer Demonstration in Stockholm war ein Koran vor einer Moschee angezündet worden (ref.ch berichtete). Ein Gericht in Schweden hatte die Polizei angewiesen, den Protest zu bewilligen. Noch im Februar waren mehrere Aktionen dieser Art verboten worden.

Mutwillige Koranschändungen gelten im Islam als blasphemisch. Die Verbrennung in Schweden hat Demonstrationen im Iran und dem Irak sowie offizielle Kritik aus verschiedenen mehrheitlich islamischen Staaten ausgelöst. (SDA/ pef)