100 Tage US-Hilfsstopp
Das bedeutet der Abbau der US-Hilfe für Afrika
Kongo: Im Kongo herrscht seit Jahren eine der grössten humanitären Krisen. In den vergangenen Monaten hat sich die Lage durch die Gewalt im Land noch deutlich verschlechtert, 28 Millionen Menschen hungern nach UN-Angaben. Die USA haben entscheidend zu den UN-Bemühungen im Kampf gegen den Hunger beigetragen, zuletzt im November mit vier Millionen US-Dollar für Lebensmittel und die Verteilung von Hilfsgütern in abgelegenen Orten sowie medizinischer Hilfe und Sondernahrung für mangelernährte Kinder. Nun schlagen die UN Alarm, weil sich die Krise wegen fehlender Mittel verschärfen wird.
Uganda: 66 Prozent der USAID-Förderung für Uganda wurde gestrichen, das ostafrikanische Land gehört zu den am stärksten von den Einschnitten betroffenen Staaten. Besonders gefährdet ist die Versorgung von HIV-Positiven. Noch gibt es nach UN-Angaben genug HIV-Testkits und Medikamente. Doch ein Teil davon kommt nicht mehr in den lokalen Kliniken an, weil viele mit US-Mitteln betriebene Einrichtungen reduziert arbeiten oder ganz geschlossen haben. Im Budget für das kommende Haushaltsjahr hat Uganda den Posten für Gesundheit erhöht – allerdings bei Weitem nicht auf den vom Gesundheitsministerium geforderten Betrag. Rund fünf Prozent der Bevölkerung leben mit dem HI-Virus, vor allem Frauen, etwa 20'000 Menschen sterben jedes Jahr an den Folgen.
Senegal: In Senegal wurde aufgrund des US-Hilfsstopps das grösste Malariaprojekt eingestellt, das Moskitonetze, Medikamente und diagnostische Tests an Zehntausende Menschen verteilt hat. 2023 zählte die Weltgesundheitsorganisation (
Burkina Faso: Programme für den Zugang der ländlichen Bevölkerung zu Trinkwasser und zur Anpassung an den Klimawandel wurden in Burkina Faso aufgrund der US-Kürzungen unter anderem eingestellt. Die Sahelzone gehört zu den am stärksten von der Erderwärmung betroffenen Regionen weltweit. Wasser wird dort zur immer knapperen Ressource, die bestehende Konflikte weiter verschärft. Laut einem Bericht der Organisation Insecurity Insight hat die Aussetzung der US-Finanzierung zudem die negative Wahrnehmung internationaler Hilfe verstärkt, während Russland im Vergleich als zuverlässiger und respektvoller Partner wahrgenommen wird.
Südafrika: Südafrika gehört laut