Kirchgemeinde Zürich

«Corona-Batzen» für Unterstützungs­bedürftige

Die reformierte Kirchgemeinde Zürich plant, eine Million Franken Soforthilfe für Betroffene der Corona-Krise zur Verfügung zu stellen. Sie wolle damit für die Menschen in der Krise da sein.

Mit dem «Corona-Batzen» möchte die Kirchenpflege der reformierten Kirchgemeinde Zürich Soforthilfe leisten, «wo Menschen durch die Maschen fallen», wie es in einer Medienmitteilung vom 2. Juni heisst. Hilfe erhalten soll der untere Mittelstand und weitere Personengruppen, die nicht von anderen Unterstützungsangeboten profitieren können.

Bezugsberechtigt seien Menschen in schwierigen wirtschaftlichen Verhältnissen, die aufgrund von Corona weniger verdienen und keine staatlichen Gelder beziehen. Die Personen müssen ihren Wohnsitz in der Stadt Zürich haben.

Erster Betrag aufgestockt

Die Kirchenpflege will dieses Unterstützungsangebot aus dem Personal- und Entwicklungsfonds der Kirchgemeinde Zürich finanzieren. Bereits im März war aus dem Fonds ein Betrag von 99'000 Franken für Corona-Soforthilfe genehmigt worden. Nun soll dieser auf eine Million Franken aufgestockt werden. Der Ball liegt jetzt beim Kirchgemeindeparlament, dieses entscheidet voraussichtlich an der Sitzung vom 23. Juni über den «Corona-Batzen».

Im letzten Jahr hatten die Zürcher Kirchen im «Corona-Manifest» festgehalten, dass sie in dieser Krisenzeit für die Menschen da sein wollten. Das Projekt des «Corona-Batzens» entspreche dieser Absicht. Im letzten Jahr hatte die reformierte Kirchgemeinde Zürich ausserdem Mietzinserlasse in der Höhe von 140'000 Franken genehmigt. (mos)