Citykirche kämpft mit finanziellem Engpass
Langsam gerät die Corona-Pandemie in Vergessenheit. Doch an der Offenen Kirche Elisabethen (OEK) in der Stadt Basel machen sich ihre Folgen erst richtig bemerkbar. Wie die OEK in einer Medienmitteilung schreibt, muss sie per Ende Juli aus finanziellen Gründen die Mittwoch-Mittagskonzerte («Mimiko») einstellen, die seit knapp 30 Jahren stattfinden.
«Wir haben während der beiden Pandemiejahre alle Mieterträge verloren, das sind rund 250'000 Franken pro Jahr», sagt Pfarrer und Kirchenleiter Frank Lorenz auf Anfrage von ref.ch. Im vergangenen Jahr verzeichnete die OEK ein Defizit von 125'000 Franken. In Folge dessen muss sie nun zwingend sparen.
«Bereits beendet oder zumindest vorläufig pausiert wurde Anfang Jahr das Diskussionsformat 'Basel im Gespräch'», sagt Lorenz. Auch die Zivildienststelle könne nicht mehr finanziert werden. Zudem setze die OEK bei den sozialen Projekten noch stärker auf die Freiwilligen-Arbeit.
Entspannung ist derzeit kaum in Sicht. Auch in diesem Jahr befürchten die Verantwortlichen einen Verlust. «Wir hoffen jedoch auf eine schwarze Null», sagt Lorenz. Die Finanzierung von kulturellen Projekten durch Externe sei in Basel schwieriger geworden. Lorenz vermutet als Grund dafür eine Übersättigung des kulturellen Angebots in der Region. Sollte die OEK allerdings neue Sponsoren finden, würde sie eine Wiederaufnahme der «Mimiko» prüfen. (pef)