Christoph Weber-Berg klar im Amt bestätigt
Wichtigstes Traktandum an der Synode der reformierten Aargauer Landeskirche waren die Gesamterneuerungswahlen der Exekutive für die Amtsperiode 2023 bis 2026. Kirchenratspräsident Christoph Weber-Berg wurde dabei mit 123 von 136 Stimmen überzeugend wiedergewählt, wie es in einer Mitteilung heisst.
Ebenfalls im Amt bestätigt wurden Vizepräsidentin Catherine Berger (131 Stimmen) und die Kirchenratsmitglieder Christian Bieri (129), Gerhard Bütschi (125), Rolf Fäs (133), Beat Maurer (133) und Barbara Stüssi-Lauterburg (131). Alle sieben Mitglieder hatten sich für eine Wiederwahl zur Verfügung gestellt, Gegenkandidierende hatten sich keine angemeldet.
Lohnsystem soll Ungerechtigkeiten beseitigen
Unbestritten war in der Versammlung auch ein grundlegender Wechsel beim Lohnsystem für die Mitarbeitenden der Landeskirche und der 75 Kirchgemeinden. Wichtigster Punkt dabei ist, dass bei der Ersteinstufung von neuen Mitarbeitenden künftig nur noch das Lebensalter, und nicht mehr die Erfahrung oder die Berufsjahre berücksichtigt wird. Mit dem Wechsel sollen Ungerechtigkeiten und Rechtsunsicherheiten im bisherigen Lohnsystem ausgeräumt werden. Das neue Lohnsystem tritt ab 2023 in Kraft.
Mehr zu diskutieren gab die Schaffung eines Fonds für Innovationsprojekte in den Kirchgemeinden. Der Synodale Andreas Graber setzte im Namen der Evangelischen Fraktion eine Änderung bei den Anspruchsberechtigten durch. Finanzielle Beiträge für innovative Projekte können demnach nicht nur Kirchenpflegen, wie vom Kirchenrat vorgeschlagen, sondern alle Mitglieder der Kirchgemeinden beantragen. Ansonsten blieb der Fonds unbestritten.
Landeskirche erzielt Überschuss
Anlass zur Freude gab die Jahresrechnung 2021. Sie fiel bei einem Aufwand von rund 10,5 Millionen Franken um eine halbe Million Franken besser aus als budgetiert. Das unerwartete Plus ist unter anderem auf Einsparungen durch ausgefallene Veranstaltungen in der Corona-Pandemie zurückzuführen. Mit 300‘000 Franken aus dem Überschuss soll nun der Innovationsfond gestartet werden, 100‘000 Franken fliessen in eine Rückstellung für kirchliche Jugendarbeit.
Schliesslich stimmte die Synode dem Zusammenschluss der reformierten Kirchgemeinden Lenzburg-Hendschiken und Othmarsingen zu. Es ist erst die zweite Fusion in der Aargauer Landeskirche, nachdem sich im Jahr 2007 die beiden Gemeinden Bözberg und Mönthal zusammengetan hatten. (no)