Synode

Aargauer Kirche spart bei der Weiterbildung

Mitarbeitende der Aargauer Landeskirche haben weniger Tage für die Weiterbildung zugute, dafür mehr Ferien. Das hat die Synode entschieden. Weiter hat sie das Budget verabschiedet. Auch dort muss gespart werden.

Das zentrale Thema der Synode der Reformierten Kirche Aargau vom 17. November war die Neuordnung der Weiterbildung für kirchliche Mitarbeitende. Dabei haben die Angestellten neu nur noch Anspruch auf fünf Tage Weiterbildung statt wie bisher zehn. Dafür erhalten sie eine Woche mehr Ferien. Eine «lang dauernde Weiterbildung» von 14 Wochen wird durch eine siebenwöchige Auszeit vom Amt ersetzt. Diese kann für eine Weiterbildung genutzt werden, muss aber nicht.

Ausserdem kann der Weiterbildungsanspruch während fünf Jahren kumuliert werden, zugunsten einer längeren Weiterbildung. Die Geschäftsprüfungskommission bewertete die Neuordnung als «ausgewogen», wie es in einer Mitteilung vom 17. November heisst. Einerseits könne damit gespart werden, dennoch blieben die Arbeitsbedingungen in der Aargauer Kirche attraktiv. Schliesslich genehmigte die Synode die Revisionen ohne Änderungsanträge und Diskussion.

Keine Diskussion beim Budget

Die Wahlen für je einen Sitz im Kirchenrat und in der Geschäftsprüfungskommission fielen eindeutig aus, da es für beide Ämter nur eine Kandidatur gab. Barbara Stüssi-Lauterburg ersetzt die zurücktretende Kirchenrätin Regula Wegmann. Stüssi-Lauterburg tritt ihr Amt auf nächstes Jahr an. Die Historikerin ist seit 2016 Präsidentin der Kirchenpflege Windisch. Neu in der Geschäftsprüfungskommission ist der Synodale Henry Sturcke.

Das Budget 2022 wurde von der Synode diskussionslos genehmigt. Es sieht ein Minus von gut 77'000 Franken vor. Dieser Aufwandsüberschuss könne von den Rückstellungen beglichen werden. Ausserdem wurde beim Budget gespart, die Ausgaben sollen gegenüber dem Budget 2021 um 2,6 Prozent sinken. Auch zwei weitere Finanzgeschäfte führten zu keinen Diskussionen. Die Synode bewilligte einen Kredit von 110'000 Franken für die Erneuerung der Informatik und 1,5 Millionen Franken für die Sanierung und den Umbau des Heimgarten Brugg. Dieser bietet 20 Wohnplätze und Betreuung für Frauen mit psychischer Beeinträchtigung.

Besondere Verantwortung der Kirche

Weiter entschied die Synode, dass die Aargauer Kirche ein institutionelles Mitglied des Vereins «Projekt Doppeltür» wird. Bisher hatte sie nur einen Beobachterstatus. Der Verein will die jüdisch-christliche Geschichte im Surbtal einem breiten Publikum zugänglich machen. Dieses Anliegen möchte die Kirche unterstützen, denn sie habe «eine besondere Verantwortung für die Förderung des Respekts vor der jüdischen Kultur und ihres Erbes und für die bewusste Erinnerung an die Verfolgung und Diskriminierung der jüdischen Bevölkerung in christlichen Gesellschaften». (mos)