«Christen und Energie» gegen Energiestrategie des Bundes

Die «Arbeitsgruppe Christen und Energie» empfiehlt, das Energiegesetz abzulehnen, über das am 21. Mai abgestimmt wird. In der Begründung beruft sie sich unter anderem auf christliche Grundsätze.

Die «Energiestrategie 2050» des Bundesrates sieht den schrittweisen Ausstieg aus der Atomenergie vor. Im Bild: das Kernkraftwerk Leibstadt. (Bild: Wikimedia/Nawi112)

Die Auswirkungen des Energiegesetzes seien «unsozial, planwirtschaftlich und zu teuer», schreibt die «Arbeitsgruppe Christen und Energie» (ACE) in einer Mitteilung vom Montag. Die Vorlage vom 21. Mai sei deshalb abzulehnen.

Für die ACE sprechen verschiedene Gründe für ein Nein zum Energiegesetz – unter anderem finanzielle: Mindestens 200 Milliarden Franken koste die ganze Energiestrategie 2050 (siehe Kasten). Nicht Grossverbraucher, sondern «normale Stromkonsumenten und Steuerzahler» hätten diese Kosten zu berappen. Das sei ungerecht und treffe die sozial Schwachen.

Neue Energien verbrauchen zu viel Fläche

Auch greift das neue Energiegesetz nach Ansicht der ACE zu stark in den Strom- und Energiemarkt ein: Künftig werde «in Bern entschieden», wer wann welchen Strom produzieren dürfe. Das seien Merkmale einer Planwirtschaft, die aus christlicher Sicht abzulehnen sei: «Die Selbstverantwortung gehört zum christlichen Menschenbild.» Zudem benötigten Solarkraftwerke und Windparks «gewaltige Flächen». Das laufe «dem christlichen Gebot der Bewahrung der Schöpfung zuwider», schreibt die ACE.