Mitgliederschwund
In der «Cafédrale» wieder in Kirche eintreten
Die Evangelische Kirche von Kurhessen-Waldeck (EKKW) in Deutschland richtet in einem beliebten Naherholungsgebiet eine Kircheneintrittsstelle ein. Zu Pfingsten sollen Interessierte dort mit kirchlichen Ansprechpersonen ins Gespräch kommen und mit deren Hilfe unkompliziert in die Kirche eintreten können. Die einzige Voraussetzung, so schreibt die EKKW, sei die Taufe.
Das Angebot wird in eine sogenannte «Cafédrale» integriert. Dabei handelt es sich um Orte, an denen es Kaffee und Kuchen gibt, Veranstaltungen und auch Gottesdienste stattfinden. Diese Cafédralen gibt es an mehreren Orten in Deutschland.
Mit der «Kircheneintrittsstelle» reagiert die Landeskirche auf eine veränderte Beziehung vieler Menschen zur Kirche, wie die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) auf ihrer Website schreibt. Der Schritt in eine Gemeinde solle nicht an formalen Hürden oder Unsicherheit scheitern. Stattdessen setze die Kirche auf persönliche Begegnung an einem öffentlich zugänglichen Ort.
Solche Eintrittsstellen gelten laut EKD als Versuch, Mitgliedschaft neu zu denken. Sie würden Seelsorge, Information und Verwaltung verbinden und zeigten, dass Kirchen auch ausserhalb klassischer Gemeindestrukturen erreichbar seien. (dst)