Bundesrat will Bewilligung für Imame prüfen

Imame brauchen in der Schweiz keine Bewilligung, um zu predigen. Nun will der Bundesrat die Vor- und Nachteile eines Bewilligungsverfahrens untersuchen. Damit soll die Verbreitung von extremistischem Gedankengut verhindert werden.

Der Bundesrat will in einem Bericht die Vor- und Nachteile der Einführung eines Bewilligungsverfahrens für Imame prüfen. Es solle verhindert werden, dass Imame in die Schweiz reisen, um terroristisches oder gewalttätig-extremistisches Gedankengut zu verbreiten.

Dies geht aus einer kürzlich veröffentlichten Antwort des Bundesrats auf einen Vorstoss der Sicherheitspolitischen Kommission des Ständerats hervor. Weiter sollen in dem Bericht die Einführung eines öffentlichen Imam-Registers sowie ein Auslandfinanzierungsverbot für Moscheen geprüft werden.

2018 lehnte der Ständerat eine Motion ab, die es Moscheen verbieten wollte, Gelder aus dem Ausland annehmen zu dürfen. Argumentiert wurde damals auch mit der Gleichbehandlung aller Religionen. (awp/sda/mos)