Bundesrat Cassis spricht sich für humanitäre Hilfe in Venezuela aus

Aussenminister Ignazio Cassis will, dass die Bevölkerung von Venezuela humanitäre Hilfe bekommt. Die Schweiz verfolge die Lage Stunde um Stunde.


Bundesrat Ignazio Cassis hat sich zur politischen Lage in Venezuela geäussert. Man habe in den vergangenen Wochen gesehen, dass das Leiden der Menschen in Venezuela die politische Linie der aktuellen Regierung nicht verändere, sagte Cassis am Rande der Sitzung des Uno-Menschenrechtsrats in Genf zur Nachrichtenagentur Keystone-SDA.

Nach den Vorfällen vom Wochenende sei ein Aufruf zur Beruhigung der Lage notwendig. Die Schweiz verfolge die Lage «Stunde um Stunde» und bereite sich auf alle Szenarien vor. Von der Machterhaltung durch Nicolas Maduro bis hin zur Machtübernahme durch den selbsternannten Präsidenten Juan Guaidó. Auch auf eine militärische Intervention aus dem Ausland oder einen Bürgerkrieg sei man vorbereitet.

Eskalation verhindern

Es müsse verhindert werden, dass sich dieser Konflikt auf die ganze Region ausbreite, sagte Cassis weiter. Es fänden auch Diskussionen mit einflussreichen Staaten wie den USA, Russland und China statt. Die Schweiz suche auch nach Möglichkeiten, in multilateralen Instanzen Druck auszuüben, um eine Eskalation der Situation zu verhindern. (sda/bat)