Corona-Massnahmen

Bundesrat begrenzt Gottesdienste auf 50 Personen

Der Bundesrat hat an seiner heutigen Sitzung weitere Massnahmen gegen die Ausbreitung des Coronavirus ergriffen. Veranstaltungen mit mehr als 50 Personen – darunter auch Gottesdienste – sind ab morgen verboten.

Die Corona-Fallzahlen schiessen derzeit durch die Decke. Zuletzt hat das Bundesamt für Gesundheit (BAG) 8616 bestätige Neuinfektionen in den letzten 24 Stunden gemeldet. An seiner Sitzung vom 28. Oktober hat der Bundesrat deshalb mit neuen Massnahmen reagiert. Unter anderem werden Veranstaltungen mit mehr als 50 Personen – darunter auch Gottesdienste – verboten. Die Regelungen gelten ab Mitternacht.

Ziel der Massnahmen sei es, die Zahl der Kontakte unter den Menschen stark zu reduzieren, schreibt das BAG in einer Mitteilung. Verboten werden zudem sportliche und kulturelle Freizeitaktivitäten mit mehr als 15 Personen sowie private Veranstaltungen im Familien- und Freundeskreis mit mehr als 10 Personen.

Weiter dehnt der Bundesrat die Maskenpflicht aus. Neu muss der Mund- und Nasen-Schutz nicht nur in öffentlich zugänglichen Innenräumen, sondern auch in Aussenbereichen von Einrichtungen und Betrieben getragen werden. Verboten werden zudem Auftritte und Proben von Laienchören, darunter auch Kirchenchöre. Professionellen Chören ist das Proben erlaubt.

EKS-Synode in der Schwebe

Die Massnahmen gelten schweizweit und unbefristet. Einzelne Kantone hatten bereits zuvor strengere Auflagen erlassen. So hat der Kanton Bern Veranstaltungen schon vor einigen Tagen auf maximal 15 Personen beschränkt. Im Kanton Wallis dürfen sogar höchstens 10 Personen an Gottesdiensten und anderen Anlässen teilnehmen.

Unklar ist derzeit noch, was die neuen Massnahmen für die Synode der Evangelisch-reformierten Kirche Schweiz (EKS) vom 1. bis 3. November in Bern bedeuten. Die EKS werde morgen darüber informieren, heisst es auf Anfrage von ref.ch. (no)