Bund unterstützt 16 Projekte gegen Radikalisierung

Der Bund führt den Aktionsplan weiter, mit dem er Extremismus verhindern will. Dabei geht es nicht nur um religiöse Radikalisierung.


Der Bund unterstützt Projekte finanziell, deren Ziel das Verhindern von Radikalisierung und Extremismus ist. Nachdem im vergangenen Jahr neun Projekte einen Zuschuss erhalten haben, sind es im laufenden Jahr deren 16.

Zahlreiche Gesuche eingegangen

Grundlage dafür ist das Impulsprogramm zum Nationalen Aktionsplan gegen Radikalisierung und gewalttätigen Extremismus. Während fünf Jahren will der Bund insgesamt fünf Millionen Franken für Projekte einsetzen. Für 2020 seien zahlreiche Gesuche um Unterstützung eingegangen, schrieb am Freitag, 28. Februar, das Bundesamt für Polizei (fedpol).

Die Anträge hätten den vorgesehenen Betrag von einer Million Franken «beträchtlich überschritten», hiess es in der Mitteilung. 16 Anträge wurden schliesslich bewilligt. Vier hatten Kantone eingereicht, drei Städte, sieben zivilgesellschaftliche Organisationen und für zwei sind Universitäten verantwortlich.

Nicht nur religiösen Extremismus bekämpfen

Bei der Auswahl spielten mehrere Kriterien eine Rolle. Es waren unter anderen die substanzielle Weiterführung von Projekten und Programmen, der Multiplikationseffekt, der Vorbildcharakter eines Projekts und das Ziel, also ob ein Projekt nicht allein die Bekämpfung von religiösem Radikalismus zum Inhalt hat.

Der Bundesrat beschloss das Impulsprogramm im Mai 2018 und hiess dazu eine bis Ende Juni 2023 geltende Verordnung gut. Gesuche um Unterstützung im kommenden Jahr nimmt die Geschäftsstelle Sicherheitsverbund Schweiz vom 1. April bis zum 30. Juni 2020 entgegen. (sda/mos)