Bund unterstützt Studie über Salafismus

Das Projekt des Zentrums für Religionsforschung an der Universität Luzern soll wissenschaftliche Grundlagen zum Salafismus in der Deutschschweiz schaffen.


Der Bund finanziert ein Forschungsprojekt des Zentrums für Religionsforschung der Universität Luzern mit, das den Salafismus in der deutschsprachigen Schweiz erstmals systematisch untersuchen will. Dazu hat das Bundesamt für Polizei für das erste Jahr 98’000 Franken gesprochen, schreibt die Universität Luzern am 16. April in einer Mitteilung.

Gesamthaft werde die Studie mit 294’000 Franken an Drittmitteln unterstützt. Die Universität unterstütze das Projekt in gleicher Höher mit Eigenleistungen und universitätseigenen Fördermitteln.

Bandbreite des Salafismus aufzeigen

Beim Projekt werde davon ausgegangen, dass der Salafismus hierzulande «ein breites Spektrum aufweist, das von einer friedlichen, spezifischen Form einer religiösen Orthodoxie bis hin zu radikalen Verständnissen und Positionen reichen kann», schreibt die Universität. Ziel sei es, die Bandbreite salafistischer Milieus und Haltungen vertieft zu untersuchen und seine Dynamiken besser zu verstehen.

Damit solle eine wissenschaftliche Grundlage bereitstehen für Politik und Behörden. Sie soll nicht zuletzt helfen bei der Deradikalisierung und bei der Prävention von islamischem Extremismus. Die Studie ist eines von zehn Projekten, die das Bundesamt für Polizei im ersten Förderjahr des «Nationalen Aktionsplanes zur Verhinderung und Bekämpfung von Radikalisierung und gewalttätigem Extremismus» bewilligt hat. (mey)