Gosteli-Stiftung

Bund rettet Archiv der Frauen­bewegung

Das Gosteli-Archiv zur Geschichte der Schweizerischen Frauenbewegung stand kurz vor dem Aus. Nun sichern Bundesgelder den Fortbestand. Das Archiv gilt neu als Forschungseinrichtung von nationaler Bedeutung.

Das Archiv der Frauenrechtlerin Marthe Gosteli enthält wichtige Dokumente zur Geschichte der Schweizer Frauenbewegung. Seit einiger Zeit hatte die Stiftung jedoch mit finanziellen Problemen zu kämpfen. Es drohte gar die Schliessung.

Kurz vor dem 50-Jahr-Jubiläum des Frauenstimmrechts ist der Fortbestand nun aber gesichert. Retter in der Not ist der Bund: Er hat für die kommenden vier Jahre insgesamt rund zwei Millionen Franken zugesagt, wie «Radio SRF» am 11. Januar berichtete.

Die Gosteli-Stiftung gilt zudem neu als Forschungseinrichtung von nationaler Bedeutung. Sie wurde 1982 von der Frauenrechtlerin Marthe Gosteli in deren Elternhaus im bernischen Worblaufen gegründet. Bis zu ihrem Tod vor knapp vier Jahren sammelte Gosteli alles, was die Geschichte der Frauen und der Frauenbewegung in der Schweiz dokumentierte, darunter auch Material zu bekannten Theologinnen. Mittlerweile enthält das Archiv rund 400 Bestände. (no)