Frauenkonferenz des Kirchenbundes feiert 20-Jahr-Jubiläum

An der Jubiläumsfeier in Bern blickte die Frauenkonferenz des Schweizerischen Evangelischen Kirchenbundes auf die vergangenen zwanzig Jahre zurück. Frauen seien heute in kirchlichen Gremien besser vertreten. Grund zum Ausruhen sei das aber nicht.


70 Teilnehmerinnen trafen sich zur Jubiläumsfeier der Frauenkonferenz des Schweizerischen Evangelischen Kirchenbundes (SEK) vom 28. Oktober in Bern. In den zwanzig Jahren seit Gründung habe ein Mentalitätswechsel stattgefunden, sagte Roswitha Golder, erste Co-Präsidentin der Frauenkonferenz, laut Mitteilung des SEK. So interessierten sich heute auch Männer für die Anliegen der Frauenbewegung. Für die Zukunft wünsche sie sich eine Kirche, in der niemand aufgrund des Geschlechts diskriminiert werde. «Solange diese Vision nicht erreicht ist, muss die Frauenkonferenz ihre Arbeit fortsetzen», sagte Golder.

Kampf geht in neuen Strukturen weiter

Die Frauenkonferenz habe in den vergangenen Jahren einiges erreicht, heisst es in der Mitteilung weiter. So habe der Frauenanteil in kirchlichen Gremien erhöht werden können. Trotzdem müsse der Kampf um leitende Positionen auch in der neuen Evangelisch-reformierten Kirche Schweiz weitergeführt werden.

Die Frauenkonferenz ist am 7. Juni 1999 gegründet worden und setzt sich aus 45 stimmberechtigten Mitgliedern aus den Mitgliedkirchen des SEK, den Evangelischen Frauen Schweiz und der IG feministischer Theologinnen zusammen. Die Konferenz will Frauen in den Kirchen vernetzen und gesellschaftspolitische Fragen aus Sicht der Frau aufgreifen.

Eine Delegation der Frauenkonferenz ist an der Abgeordnetenversammlung des Kirchenbundes mit zwei Sitzen vertreten. (no)