«Brot für alle» mit positivem Rückblick auf 2016

«Brot für alle», die Entwicklungsorganisation der Evangelischen Kirchen der Schweiz, hat eine erfolgreiche Bilanz zum Jahr 2016 gezogen.


Mit der Konzernverantwortungsinitiative in der Schweiz und der Unterstützung von Bauernfamilien im Süden blicke man auf ein erfolgreiches Engagement im Jahr 2016 zurück, heisst es in der Mitteilung zum Jahresbericht des Hilfswerks. Zudem engagiere man sich neu im Bereich der inneren Transition.

Konzerne zur Verantwortung gezogen

Für den Erfolg der Konzernverantwortungsinitiative sammelte «Brot für alle» zusammen mit den Partnerorganisationen «Fastenopfer» und «Partner sein» rund 30’000 Unterschriften. Die Volksinitiative forderte, dass Konzerne mit Sitz in der Schweiz verbindlich prüfen müssen, ob durch ihre Tätigkeit im Ausland Menschenrechte oder Umweltbestimmungen verletzt werden. Mit einer Kampagne forderte «Brot für alle» im Herbst 2016 die führenden Smartphone-Anbieter in der Schweiz auf, sich für ein Benzol-Verbot in der Produktion stark zu machen.

Etappensieg in Kenia

Mit Unterstützung von Partnerorganisationen habe sich «Brot für alle» erfolgreich gegen Agrarkonzerne gewehrt, die Bauernfamilien über neue Sortenschutzgesetze die Verwendung ihres traditionellen Saatguts verbieten. So gelang es in Kenia, nebst dem Sortenschutzgesetz auch die Rechte der Bäuerinnen und Bauern im neuen Gesetz festzuschreiben.

Neue Stelle in Lausanne

2016 hat sich «Brot für alle» zudem einer weltweiten Bewegung von lokalen Initiativen angeschlossen, die einen grundlegenden «Prioritätenwechsel in unserem Ernährungs- und Wirtschaftssystem» anstrebt. Die Bewegung engagiert sich in den Bereichen Permakultur, erneuerbare Energien, Erziehung, alternative Währungen, soziale und solidarische Wirtschaft. Dafür hat «Brot für alle» in Lausanne eine neue Stelle für innere Transition geschaffen.