Jahresbericht 2020

Brot für alle mit gutem Jahresabschluss

Das Hilfswerk Brot für alle hat im Corona-Jahr 2020 weniger Spenden eingenommen als im Vorjahr. Trotzdem resultierte ein Plus von rund 1,9 Millionen Franken. Auch inhaltlich habe man Akzente setzen können.

Trotz der Corona-Krise kann Brot für alle auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr 2020 zurückblicken. Laut dem am 19. Mai publizierten Jahresbericht verbuchte das Hilfswerk im vergangenen Jahr ein Plus von 1'888'013 Franken. Zwar fiel der Betriebsertrag gegenüber dem Vorjahr geringer aus; zugleich sank aber der Aufwand um rund 400'000 Franken.

Ganz spurlos ging Corona allerdings nicht an dem Hilfswerk vorüber. Weil Aktionen wie der Rosentag ausfielen, nahmen die Spendeneinnahmen von Institutionen gegenüber dem Vorjahr um rund 800'000 Franken ab. Bei den Kollekten von Kirchgemeinden verzeichnete Brot für alle ebenfalls einen Rückgang von rund 150'000 Franken gegenüber dem Vorjahr. Dies habe teilweise durch höhere Einnahmen aus Spenden von Privatpersonen wettgemacht werden können. Der im Jahr 2020 erzielte Überschuss wurde dem Organisationskapital zugewiesen.

Erfolge bei Konzernverantwortung und Palmöl

Eine positive Bilanz zieht Brot für alle auch im Hinblick auf die Aktivitäten im vergangenen Jahr. So sei das Volksmehr bei der Konzernverantwortungsinitiative Ansporn, an dem Thema dranzubleiben. Akzente habe man zudem im Kampf gegen Palmöl setzen können. So konnte ein Dorf im indonesischen Teil der Insel Borneo mit Unterstützung einer Partnerorganisation ein grosses Stück Regenwald als indigenes Territorium registrieren lassen. Damit konnte das Gebiet vor der Expansion der Palmölplantagen geschützt werden, wie es heisst. (no)