Brot für alle bedauert Nein zur Spekulationsstopp-Initiative

Brot für alle (Bfa) ist enttäuscht, dass die Initiative «Gegen die Spekulation mit Nahrungsmitteln» in der Volksabstimmung gescheitert ist und ruft den Bundesrat auf, rasch Positionslimiten einzuführen.

Mit Balkonfahnen wird für die Volksinitiative «Keine Spekulation mit Nahrungsmitteln» geworben. (Bild: Screenshot spekulationsstopp.ch)

«Mit dem Nein zur Initiative gegen die Spekulation mit Nahrungsmitteln wurde eine Chance vertan», schreibt die Entwicklungsorganisation der reformierten Landeskirchen, Brot für alle, in einer Medienmitteilung vom Sonntag. «Auch wenn der Zusammenhang zwischen den Milliarden Franken, die mit Spekulation auf Weizen, Mais und anderen Agrarrohstoffe umgesetzt werden, und dem Hunger bei armen Menschen komplex sind, wäre es ein Schritt in die richtige Richtung gewesen», heisst es darin.

Planungssicherheit für Nahrungsmittelindustrie

Die Entwicklungsorganisation hofft, dass sich der Bundesrat an seine Versprechen erinnert, jetzt zumindest Positionslimiten für einzelne Marktteilnehmer einzuführen. Positionslimiten würden dem Börsengeschäft mit Agrarrohstoffen wieder seine ursprüngliche Aufgabe zurückgeben, nämlich Planungssicherheit für die Nahrungsmittelindustrie zu schaffen.