Das treffe vor allem die Menschen in den Entwicklungsländern, teilte das Hilfswerk am Donnerstag mit. Die Initiative richte sich vorab an Banken, Pensionskassen und Versicherungen, die mit Milliardenbeträgen auf die zukünftigen Preisentwicklungen von Grundnahrungsmitteln wie Mais, Reis oder Weizen wetteten – ohne diese jemals kaufen zu wollen.
Entwicklungsländern fehlt Planungssicherheit
Dies aber verschärfe die Instabilität der Nahrungsmittelpreise auf dem Weltmarkt. Denn wenn die Preise schnell und stark anstiegen, hätten Menschen, die nahe am Existenzminimum leben, die Wahl zwischen Verschuldung oder Hunger.
Wenn die Preise wieder sinken, würden die Verkaufspreise auf den Märkten und in den Läden zwar ebenfalls sinken, jedoch sehr verzögert. Somit fehle Menschen in Entwicklungsländern die Planungssicherheit.
Bfa sieht die Schweiz besonders in der Pflicht: «Im Rohstoffhandel ist das kleine Land eine Grossmacht – auch im Agrarbereich» Die Schweizer Banken würde nämlich Finanzinstrumente anbieten, die sich auf Agrarrohstoffe bezögen, heisst es in der Mitteilung. «Um das völkerrechtlich verankerte Recht auf Nahrung erfolgreich umzusetzen, müssen wir alle Mittel und Wege nutzen. Das Verbot der Finanzspekulation mit Lebensmitteln ist ein Meilenstein auf diesem Weg», findet Bfa. (kath.ch)