Bischof Harald Rein tritt zurück
An der Spitze der Christkatholischen Kirche der Schweiz kommt es zu einem Wechsel. Bischof Harald Rein hat aus Altersgründen seinen Rücktritt auf den 30. November 2023 erklärt. Rein, der seit 14 Jahren im Amt ist, soll bereits Ende Oktober verabschiedet werden, wie es in einer Mitteilung heisst.
Der 66-Jährige sei massgeblich dafür verantwortlich gewesen, dass während der Corona-Pandemie Gottesdienste und religiöse Zeremonien weiterhin stattfinden konnten. Rein habe den Bundesrat überzeugen können, dass Gottesdienste wegen der Religionsfreiheit und der Menschenrechte ein höheres Rechtsgut darstellten als andere kulturelle Veranstaltungen, heisst es.
Während seiner Amtszeit war Harald Rein auch zwei Jahre Präsident der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in der Schweiz (AGCK) und fünf Jahre Vorsitzender des Schweizer Rates der Religionen.
Offiziell verabschiedet wird der in Deutschland geborene Rein am 29. Oktober in der Berner christkatholischen Kirche St. Peter und Paul. Dabei legt er seinen Hirtenstab auf den Hochaltar, dort bleibt jener liegen, bis die gewählte Nachfolge ihn übernimmt.
Die Verfassung der Christkatholischen Kirche sieht eine sechs- bis zwölfmonatige Vakanz unter einem vom Synodalrat ernannten Bistumsverweser vor. Das komplexe und das ganze Kirchenvolk miteinbeziehende Wahlverfahren beginnt erst mit dem Eintreten der Vakanz und findet seinen Abschluss mit der Wahl durch die Nationalsynode am 24. Mai 2024 in Aarau. Die Nationalsynode umfasst 120 Mitglieder, davon ein Drittel Geistliche und zwei Drittel Laien. (sda/ no)