Bestattungsfeier

Berühmte Zürcherin erhält eine neue Ruhestätte

Die Reformierte Kirchgemeinde Zürich wird nächste Woche die sterblichen Überreste von Anna Lavater im Rahmen einer feierlichen Rückbestattung umbetten. Künftig soll die berühmte Zürcherin wieder im Ehrengrab ihres Mannes, des Theologen Johann Caspar Lavater, liegen.

Die sterblichen Überreste von Anna Lavater liegen derzeit im Anthropologischen Museum der Universität Zürich. An Lavaters Geburtstag, dem 8. Juli, sollen die Knochen umgebettet werden, wie die Reformierte Kirchgemeinde Zürich am 1. Juli mitteilte. Mit einer festlichen Rückbestattung ins Ehrengrab ihres Mannes an der Nordmauer der Kirche St. Peter wolle man der berühmten Stadtzürcherin die verdiente Ehre und Würdigung erweisen.

Anna Lavater stammte aus einer wohlhabenden Familie und heiratete 1766 den Zürcher Theologen und Schriftsteller Johann Caspar Lavater. Sie überlebte ihren Mann um gut vierzehn Jahre und wurde nach ihrem Tod 1815 im Kreuzgang des Fraumünsters beerdigt.

Falsche Knochen im Ehrengrab

Im Jahr 1882 wurde ein Ehrengrab für den Theologen bei der Kirche St. Peter errichtet. Bei der Restaurierung dieses Ehrengrabs im 1973 kam jedoch ans Licht, dass die Überreste, die dort in einem Holzkästchen lagerten, gar nicht Johann Caspar Lavater gehörten. Sein Skelett wurde nach der Aufhebung seines Grabs wohl gar nie hier begraben.

Die Skelettteile gehörten einer Frau, höchstwahrscheinlich seiner Frau Anna, die nach der Aufhebung ihres eigenen Grabs im Fraumünster hierhin umgebettet wurde. Ihre Knochen wurden nach der Restaurierung des Ehrengrabs ins Anthropologische Museum der Universität überführt, wo sie seither liegen. (sda/no)