Berner Kirchgemeindehaus Matthäus soll zur Kindertagesstätte werden

Die Stadt Bern will das Gebäudeensemble der Kirchgemeinde Matthäus im Baurecht erwerben und sanieren. Es soll künftig als Bildungs- und Betreuungseinrichtung dienen.


Die Berner Stadtregierung hat zuhanden des Parlaments einen Baukredit von 4,8 Millionen Franken verabschiedet. Mit dem Geld soll das Kirchgemeindehaus Matthäus gekauft und saniert werden. In dem kirchlichen Gebäudeensemble soll eine Betreuungseinrichtung für Kinder entstehen.

Dafür müssen die Gebäude umgebaut und saniert werden. So ist es unter anderem nötig, die Fassaden, Fenster und Dächer zu erneuern. Nach dem Umbau sollen in den Gebäuden eine Bibliothek, eine Tagesschule, eine Kindertagesstätte und eine Basisstufenklasse untergebracht werden.

Weiterhin Gottesdienste in der Kirche

Das Volk wird voraussichtlich 2020 über den Baukredit befinden können. Die Bauarbeiten könnten im Falle einer Annahme im Jahr 2021 an die Hand genommen werden, wie der Stadtberner Gemeinderat am 18. Oktober mitteilte.

Das Gebäudeensemble besteht aus Kirche, Sakristei sowie Gemeinde- und Pfarrhaus. Die Kirche selber wird der lokalen Kirchgemeinde weiterhin für diverse Anlässe wie Gottesdienste, Kultur und Kunst zur Verfügung stehen.

Unterschriftensammlung für öffentliche Nutzung

Bereits 2014 beschloss die Reformierte Gesamtkirchgemeinde Bern Liegenschaften, die sie nicht mehr braucht, rentabel zu bewirtschaften. Im gleichen Zeitraum zeichnete sich ab, dass die Stadt mehr Schulraum brauchen würde. Da lag es auf der Hand, dass Stadt und Kirche ins Gespräch kamen.

Quartierbewohner hatten zunächst befürchtet, dass die Kirche an private Unternehmer verkauft werden könnte. Rund 1’680 Personen unterzeichneten eine Bittschrift, damit die Kirche weiterhin öffentlich genutzt werden kann. Die Liegenschaft im Rossfeld wird seit September 2017 nicht mehr als Pfarrhaus genutzt. (sda/no)