Berner Fusionsprozess kommt in die Vernehmlassung

Der Zusammenschluss der Stadtberner Kirchgemeinden kann weiter vorangetrieben werden – zumindest vorerst. Denn nach der Vernehmlassung im kommenden Frühling will das Parlament über einen Marschhalt debattieren.


Zwei Grossprojekte beschäftigen derzeit die Reformierten der Stadt Bern: Zum einen die geplante Fusion der zwölf Kirchgemeinden, die bereits 2010 initiiert wurde und für die nun die konkrete Abstimmungsbotschaft erarbeitet werden soll. Und zum anderen die Liegenschaftsstrategie, mit der die Liegenschaftskosten bis 2023 halbiert werden sollen.

Das grosse Immobilienportfolio gilt als eine der Herausforderungen auf dem Weg zur Fusion. Wie beides vereinbart werden kann und ob eines der Projekte zeitlich priorisiert werden muss, war Thema an der Sitzung des Grossen Kirchenrates – dem Parlament der Gesamtkirchgemeinde Bern. Wie es in einer Mitteilung vom 28. November heisst, setzte sich unter mehreren Anträgen am Ende ein Kompromissvorschlag durch.

Mögliche «Verschnaufpause»

Demnach wird der Fusionsprozess bis zur Vernehmlassung der Abstimmungsbotschaft im Frühjahr 2020 fortgesetzt. Danach will das Parlament aber erneut über eine «Verschnaufpause» beraten. Zudem muss der Kleine Kirchenrat regelmässig über die Arbeiten informieren.

Ebenfalls weitergeführt wird bis zur Vernehmlassung die Anpassung der Liegenschaftsstrategie. Die Exekutive arbeite intensiv an einer Analyse, die aufzeige, welche Infrastruktur es brauche und wie die Liegenschaftskosten deutlich reduziert werden könnten, heisst es in der Mitteilung.

Die Strategie war zuletzt in die Kritik geraten: Ein erster Bericht der Exekutive war im Juni vom Parlament zurückgewiesen worden. Bereits zuvor hatten die einzelnen Kirchgemeinden kritisiert, der Spardruck sei zu gross. (vbu)