Basel erlaubt Rheinbestattung

Neu darf die Asche Verstorbener in der Stadt Basel in den Rhein gestreut werden. Das Versenken von Urnen bleibt aus Umweltschutzgründen aber verboten.


Der Kanton Basel-Stadt hat eine Totalrevision des Bestattungsgesetzes vorgelegt. Die überarbeiteten Bestimmungen erlauben es neu, die Asche Verstorbener ohne Urne beizusetzen, wie die Zeitung bz am 2. September online schreibt. Ermöglicht wird damit auch die Rheinbestattung – solange nur die offene Asche in den Fluss gestreut wird.

Wie die Zeitung weiter schreibt, seien für solche Bestattungen bisher Bewilligungen nötig gewesen. Diese Auflage entfällt nun. Es müsse jedoch die Pietät der Angehörigen gewahrt und Rücksicht auf die Umwelt genommen werden, wie es weiter heisst.

Dieser Passus gehe auf Erfahrungen in Zürich zurück: 2010 hätten Polizeitaucher 50 Urnen auf dem Boden des Zürichsees gefunden. Beisetzungen seien deshalb im öffentlichen Raum möglich, wo keine Gefährdung der Umwelt erfolge. «Dies gilt auch bei Fliessgewässern, was insbesondere bedeutet, dass nur die offene Asche ausgebracht werden darf», schreibt die bz.