Rat der Religionen

Aufruf zum Frieden im Nahen Osten

Der Schweizerische Rat der Religionen ist tief besorgt über den Krieg in Israel und Gaza. Er appelliert an die Konfliktparteien, den Dialog zu suchen und den Weg des Friedens zu gehen.

Trotz kultureller und religiöser Unterschiede sei Frieden im Nahen Osten möglich, wenn der Dialog im Zentrum stehe. Politische Gegensätze könnten nur durch demokratische Prozesse einvernehmlich und dauerhaft gelöst werden. Dies schreibt der Schweizerische Rat der Religionen in einer Mitteilung vom 20. Mai.

Darin zeigt sich der Rat besorgt über die kriegerischen Auseinandersetzungen in Israel und Gaza. Er bedauert den Tod von Zivilisten. Der Missbrauch ziviler Einrichtungen sei inakzeptabel und widerspreche religiösen Auffassungen. Ebenso müssten Moscheen, Synagogen und Kirchen unter allen Umständen respektiert und beschützt werden.

Zusammenleben in der Schweiz nicht gefährden

Dem Rat ist zudem wichtig, sich trotz der schwierigen Lage im Nahen Osten weiterhin für gute Beziehungen zwischen den Religionsgemeinschaften in der Schweiz einzusetzen. Konflikte im Ausland dürften das Zusammenleben in der Schweiz nicht beeinflussen.

Der Rat der Religionen setzt sich aus leitenden Persönlichkeiten der drei christlichen Landeskirchen, der jüdischen Gemeinschaft, der christlich-orthodoxen Kirchen sowie islamischer Organisationen zusammen. Mitglied im Rat ist seit Anfang Jahr auch die Präsidentin der Evangelisch-reformierten Kirche Schweiz, Rita Famos. (no)