Konfliktherd Kaukasus
Armenien und Aserbaidschan einigen sich auf Friedensabkommen
Im Konflikt zwischen Armenien und Aserbaidschan zeichnet sich eine Lösung ab, wie beide Seiten bestätigt haben. Laut dem armenischen Aussenministerium in Eriwan sei ein Friedensabkommen unterschriftsreif.
Eriwan akzeptiere die Vorschläge Bakus bezüglich zweier bisher ungelöster Artikel in dem Entwurf und sei bereit, Beratungen über Zeit und Ort der Unterzeichnung mit der aserbaidschanischen Seite aufzunehmen. Das aserbaidschanische Aussenministerium in Baku teilte mit, dass Armenien seine Verfassung ändern und dabei auf alle territorialen Ansprüche gegen Aserbaidschan verzichten müsse. Armenien hatte bei einem Angriff Aserbaidschans die Kontrolle über die Konfliktregion Berg-Karabach verloren.
Berg-Karabach gehört völkerrechtlich zu Aserbaidschan, hielt sich aber seit den 1990er Jahren mithilfe der armenischen Armee und dank der Schutzmacht Russland als abtrünnige Region im Südkaukasus. Im September 2023 brachten Truppen des autoritär regierenden aserbaidschanischen Staatschefs Ilham Aliyev das Gebiet wieder unter ihre Kontrolle. Infolge der Angriffe der aserbaidschanischen Armee flohen mehr als 100'000 Karabach-Armenier. Eriwan warf Baku Vertreibung und «ethnische Säuberung» vor. (sda/ pef)