Asyl

Armee stellt SEM bei Bedarf 3700 Plätze zur Verfügung

Das Staatssekretariat für Migration (SEM) erhält bei seiner Suche nach neuen Plätzen für Asylsuchende Unterstützung von der Armee. Auch in den Kantonen werden mehrere Zivilschutzanlagen zu provisorischen Unterkünften für Asylsuchende umfunktioniert.

Die Armee hat sich bereit erklärt, dem Staatssekretariat für Migration (SEM) rund 3700 Plätze in Armeeinfrastrukturen abzutreten. Das Angebot gilt bis Ende 2024. Darüber hinaus habe das SEM in enger Zusammenarbeit mit den Kantonen, den Gemeinden und der Armee über 1000 zusätzliche Plätze gesichert, wie es mitteilte. Mehrheitlich handle es sich dabei um Zivilschutzanlagen, welche die Kantone dem SEM im August gemeldet hätten. Weitere Unterbringungsmöglichkeiten befänden sich noch in Abklärung.

Ab Oktober und November könnten Zivilschutzanlagen in den Kantonen Bern, Genf, Glarus und Zürich mit insgesamt 710 Plätzen definitiv in Betrieb genommen werden. Weitere 300 Plätze befänden sich auf dem Glaubenberg (OW), wo die Armee ein weiteres Gebäude ab November bis spätestens Ende April 2024 an das SEM abtrete.

Damit stünden dem SEM weiterhin insgesamt über 10'000 Unterbringungsplätze zur Verfügung. Diese Kapazitäten seien aktuell zu über 70 Prozent ausgeschöpft. Der Bund betreibt im Moment über 30 Asylzentren. In den kommenden Monaten rechnet er mit einem Anstieg der Asylgesuche. So sind beispielsweise allein im August 3000 Asylgesuche in der Schweiz registriert worden, fast 40 Prozent mehr als noch im Monat Juli. (sda/ pef)