Appenzeller Reformierte wollen Online-Portal

Appenzells Reformierte schenken sich ein Online-Portal für ihre Kirchenzeitung und lehnen eine teure Verfassungsänderung ab. Das hat die Synode der evangelisch-reformierten Landeskirche beider Appenzell beschlossen.

Die Reformierten beider Appenzell wollen ihre Kirchenverfassung nicht ändern. Im Bild: Der Bär, welcher auf beiden Appenzeller Wappen zu sehen ist. (Bild: Wikimedia)

Der «Magnet», die Kirchenzeitung der Appenzeller Landeskirche wird um einen Online-Auftritt ergänzt. Diesen Beschluss hat die Synode der Landeskirchen beider Appenzell vom 29. Juni gefällt, wie die Verantwortlichen in einer Mitteilung schreiben. Ab dem Januar kommenden Jahres soll der Auftritt im Netz an den Start gehen. Das Online-Projekt entsteht in Zusammenarbeit mit dem Thurgauer, St. Galler und dem Interkantonalen Kirchenboten sowie der Glarner Kirchenzeitung «reformiert GL». Entsprechend der Auflage werden die Kosten zwischen den Partnern aufgeteilt. Auf den Kanton Appenzell entfallen 5700 Franken zur Beteiligung an der Errichtung der Plattform sowie jährliche Betreibungs- und Instandhaltungskosten von etwa 8500 Franken.

Synode lehnt Antrag auf Verfassungsänderung ab

Der Antrag des Kirchenrates, Teile der Kirchenverfassung abzuändern, ist hingegen von der Synode abgelehnt worden. Der Antrag wurde gestellt, weil die Kirchengemeinde Appenzell seit Jahren über kein rechtsgültiges Reglement verfügt. Grund dafür ist ein Rechtswiderspruch zwischen der Innerrhoder Kantonsverfassung und der Kirchenverfassung der evangelisch-reformierten Landeskirche beider Appenzell. Die Verfassungsänderung hätte 30’000 Franken gekostet. Nach einigen Diskussionen wurde letztlich der Vorschlag von Kirchenratspräsident Koni Bruderer akzeptiert, wonach allein innerhalb des Kirchenreglements des Kirchgemeinde Appenzell eine Änderung vorgenommen werden soll.