Appenzeller Reformierte beteiligen sich an St. Galler Eheberatung

Das Kirchenparlament der Evangelisch-Reformierten Landeskirche beider Appenzell hat an seiner Herbstversammlung einen jährlichen Beitrag von 20'000 Franken für die St. Galler Beratungsstelle für Ehe-, Familien- und Lebensfragen genehmigt. Für das kommende Jahr rechnet die Kirche mit einem geringen Verlust.


Die Appenzeller Landeskirche kann auch in Zukunft Ehepaare und Menschen in schwierigen Lebenssituationen mit einem Beratungsangebot unterstützen. Als Ersatz für die im Herbst 2018 aufgelöste eigene Beratungsstelle beteiligt sich die Kirche ab 2020 an der Einzel-, Paar- und Familienberatung St. Gallen mit einem jährlichen Beitrag von 20’000 Franken. Einen entsprechenden Antrag hat das Kirchenparlament an seiner Sitzung vom 25. November in Herisau genehmigt, wie das St. Galler Tagblatt berichtete.

Kirchenrätin Regula Gamp betonte, dass die gewählte Beteiligungslösung gegenüber der eigenen Beratungsstelle, die jährlich mit rund 60’000 Franken zu Buche schlug, ein «Geschenk» sei. Der Kirchenrat hob zudem hervor, dass das Modell die Möglichkeit biete, aus mehr als nur einer oder zwei Beraterinnen auszuwählen. Weil die Beratungskosten in der St. Galler Landeskirche nach Einkommen berechnet würden, stehe das Angebot auch finanzschwächeren Personen offen.

Die Einzel-, Paar- und Familienberatung St. Gallen ist Teil des regionalen Netzwerkes Eheberatung Ostschweiz und wird von den Evangelisch-reformieren Kirche des Kantons St. Gallen und ihren Kirchgemeinden getragen. Die Beteiligung der Appenzeller Kirche soll vorläufig bis 2024 laufen.

Mehrkosten durch Kirchentag

Daneben genehmigten die Abgeordneten das Budget 2020. Dieses sieht einen Verlust von 8000 Franken vor. Ausschlaggebend dafür seien insbesondere höhere Lohnkosten, Studienurlaube und Weiterbildungen. Zusätzliche Kosten würden ausserdem durch den im kommenden Jahr geplanten Appenzeller Kirchentag in Herisau anfallen, wie die Zeitung weiter berichtet. (no)