Appenzeller Reformierte erarbeiten neue Verfassung

Während der nächsten drei Jahre überarbeitet die reformierte Landeskirche beider Appenzell ihre Kirchenverfassung. Dabei werden auch Reformen des Gottesdienstes in Erwägung gezogen.


Die Reformierten beider Appenzell haben an einer Kick-off-Veranstaltung am 19. Januar den Reformprozess ihrer Kirchenverfassung begonnen. Sie soll einheitlicher werden. Die bestehende Verfassung sei zwar erst zwanzig Jahre alt, aber an manchen Stellen widersprüchlich oder unklar, zitiert tagblatt.ch Kirchenratspräsident Koni Bruderer.

Widersprüchlich ist laut Bruderer zum Beispiel die heutige Gottesdienst-Praxis. In vielen Gemeinden werde nicht jeden Sonntag Gottesdienst gefeiert, das widerspreche der Verfassung. Diese soll künftig neue Gottesdienst-Formen ermöglichen. Dringend zu klären seien ausserdem Struktur-Fragen, schreibt tagblatt.ch. Einzelne der zwanzig Kirchgemeinden seien sehr klein, so dass es schwierig sei, kirchliches Leben aufrecht zu erhalten.

Drei Jahre soll die Revision den Kirchenverfassung dauern. In den kommenden Monaten wird die Landeskirche Arbeitsgruppen zu den Themen Behörden und Dienste, Strukturen, Finanzen und kirchliches Leben bilden. Bis November wird ein erster Entwurf der Verfassung erarbeitet. Voraussichtlich soll das Volk 2021 über die neue Kirchenverfassung abstimmen. (pd)