Synode

Appenzeller Kirchenratspräsident Koni Bruderer tritt zurück

An der Synode der evangelisch-reformierten Landeskirche beider Appenzell hat Kirchenratspräsident Koni Bruderer seinen Rücktritt per Ende 2021 angekündigt. Mit seinen 68 Jahren sei er nicht mehr die richtige Person für das Amt.

«Es ist Zeit geworden für jüngere Kräfte»: Mit diesen Worten kündigte Kirchenratspräsident Koni Bruderer an der Synode der evangelisch-reformierten Landeskirche beider Appenzell vom 23. November seinen Rücktritt an. Mit seinen 68 Jahren sei er nicht mehr die richtige Person, um die Landeskirche in die Zukunft zu führen, sagte er laut einem Bericht des «St. Galler Tagblatts». Bruderer wurde 2014 als Kirchenratspräsident gewählt. Er wird sein Amt per Ende 2021 niederlegen – noch vor Ende der laufenden Legislatur.

In seiner Rede sagte der Kirchenratspräsident laut der Zeitung, dass die Appenzeller Exekutive momentan nicht optimal aufgestellt sei. Die Kirchenräte müssten in ihrem 20-Prozent-Pensum neben strategischen auch operative Aufgaben erfüllen. Dafür geeignete Personen zu finden werde zunehmend schwierig, sagte Bruderer. Die Geschäftsprüfungskommission gab Bruderer Recht und beauftragte den Kirchenrat, mögliche Modelle zu einer neuen Aufgabenteilung zwischen Rat und Geschäftsstelle auszuarbeiten. Dem stimmten die Synodalen schliesslich zu, wie es in dem Bericht heisst.

Verfassung kommt später als geplant

Weiter informierte der Kirchenratspräsident über den Stand der Dinge bei der Totalrevision der Appenzeller Kirchenverfassung. Aufgrund der Corona-Pandemie habe der Zeitplan angepasst werden müssen. Aktuell sei mit einer Volksabstimmung im Mai 2022 und dem Inkrafttreten der neuen Verfassung per 1. Januar 2023 zu rechnen, so Bruderer laut dem Bericht. Desweiteren wurde entschieden, dass das Budget der Kirchenzeitung «Magnet» nicht aufgestockt wird. Künftig könne die Zeitung deshalb nur noch einmal jährlich an alle Haushalte geliefert werden, schreibt das «Tagblatt».

Die Jahresrechnung 2019 schliesst mit einem Plus von rund 75'000 Franken und damit um 11'000 Franken besser als budgetiert ab. Weniger rosig sieht das Budget für das kommende Jahr aus: Es geht von einem Verlust von rund 53'000 Franken aus. Zu Buche schlagen insbesondere die Kosten für die Verfassungsrevision sowie eine neue Webseite. (no)