Filmpreis für Leihmutter-Drama

Am Filmfestival in Warschau hat die Ökumenische Jury den Film «Irina» ausgezeichnet. Er provoziere eine Debatte über menschliche Grundwerte.


Der bulgarische Film «Irina» hat in Warschau die Ökumenische Jury überzeugt. Die Regisseurin Nadejda Koseva erzählt darin die Geschichte einer arbeitslosen Kellnerin, die Leihmutter wird, um ihre Familie versorgen zu können.

Debatte über menschliche Grundwerte

«Irina» beschäftige sich mit bioethischen Fragen und provoziere damit eine Debatte über menschliche Grundwerte, begründet die Jury ihren Entscheid am 21. Oktober. Der Film sei ein Beispiel für einen originären künstlerischen Umgang mit der Thematik. Er erzähle von der Wiederentdeckung der Welt durch ein neues Leben und werde dadurch zur Bejahung des Lebens selbst.

Irina kriegt ein Kind, damit sie ihre Familie unterstützen kann. (Bild: Artfest)

Eine Lobende Erwähnung vergab die Jury an «Delegacioni», einen Film über das kommunistische Regime in Albanien. Die Jury lobt in ihrer Mitteilung die hohe künstlerische Qualität, mit der der Film den Kampf für Wahrheit und Gerechtigkeit thematisiert.

Das 34. Internationale Filmfestival Warschau fand vom 12. bis 21. Oktober statt. Seit 2010 vergibt dort eine Ökumenische Jury Preise an Filme, die sich in besonderer Weise den christlich-spirituellen Dimensionen menschlicher Existenz widmen. Getragen wird die Jury von den kirchlichen Filmorganisationen Interfilm und Signis.  (pd)