Vereinigte Staaten

Amnesty alarmiert über Erosion der Menschenrechte in den USA

Unter US-Präsident Trump steht die Zivilgesellschaft unter Druck und die Medien werden eingeschüchtert, beklagt Amnesty International. Es handle sich um einen systematischen Angriff auf die Menschenrechte.

Nach dem ersten Jahr von Donald Trumps zweiter Amtszeit prangert Amnesty International eine Zunahme autoritärer Regierungspraktiken und eine Erosion der Rechtsstaatlichkeit in den USA an. Innenpolitisch seien Grundrechte in Gefahr, aussenpolitisch habe der US-Präsident das System der internationalen Zusammenarbeit gezielt geschwächt, heisst es in einem aktuellen Amnesty-Bericht.

«Die Vielzahl menschenrechtsfeindlicher Massnahmen durch die Trump-Regierung macht deutlich, dass wir es mit einem systematischen und gezielten Angriff auf Menschenrechte zu tun haben», erklärte die Generalsekretärin von Amnesty International in Deutschland. Trump hatte am 20. Januar 2025 den Amtseid für seine zweite Amtszeit abgelegt. Seine erste Amtsperiode fiel auf die Jahre 2017 bis 2021.

Im vergangenen Jahr habe sich in den USA «an zwei Fronten» Bedrohliches gezeigt. Der Raum für die Zivilgesellschaft werde kleiner durch Missachtung rechtlicher Normen und die Einschüchterung von Universitäten und Medien, bilanziert Amnesty. Zugleich seien Anwälte und Gerichte eingeschüchtert worden. In klassischer autoritärer Manier habe die Regierung Trump Flüchtlinge und Migranten verantwortlich gemacht, um Machtmissbrauch zu rechtfertigen und Grausamkeit zu normalisieren.

Amnesty kritisiert die Abschiebung von Menschen in Drittstaaten, in denen diese niemals gelebt haben. Zudem warnt die Menschenrechtsorganisation vor dem beschleunigten Ausbau von Überwachungstechnologie. Programme der US-Datenunternehmen Babel Street und Palantir lieferten den Behörden Kapazitäten zur Überwachung und Auswertung. Trumps Massnahmen geschähen «in einer Zeit, in der wir weltweit ein Erstarken autoritärer Regierungen beobachten», hiess es weiter. (epd/ dst)

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