Stockholm

Alternativer Nobelpreis für palästinensischen Menschenrechtler

Vier Initiativen, die sich für Menschenrechte, Umweltschutz und die Aufklärung von Verbrechen einsetzen, wurden mit dem Alternativen Nobelpreis 2024 ausgezeichnet. Zu den Preisträgern gehören Aktivisten aus Mosambik, dem Nahen Osten und den Philippinen sowie eine britische Forschungsorganisation.

In diesem Jahr wurde der Alternative Nobelpreis an vier herausragende Initiativen vergeben, die sich für Umwelt- und Menschenrechtsschutz sowie forensische Aufklärung von Verbrechen einsetzen. Die Preisträger sind:

Joan Carling: Die philippinische Indigenen-Aktivistin kämpft seit über 30 Jahren gegen Landraub und für die Rechte indigener Völker in Asien. Trotz Morddrohungen und Verleumdungen setzt sie sich gegen die Marginalisierung dieser Gemeinschaften ein.

Issa Amro: Der palästinensische Menschenrechtler engagiert sich gewaltfrei gegen die israelische Besetzung palästinensischer Gebiete. Seine Organisation «Youth Against Settlements» kämpft für ein Leben in Freiheit und Würde für Palästinenser.

Forensic Architecture: Die britische Forschungsorganisation entwickelt digitale Methoden, um Menschenrechts- und Umweltverbrechen aufzuklären. Ihre Arbeit hat zu Gerichtsverfahren und historischen Rekonstruktionen beigetragen.

Anabela Lemos: Die mosambikanische Umweltaktivistin kämpft gegen ausbeuterische Bergbauprojekte und Landvertreibungen. Mit ihrer Organisation «Justiça Ambiental» hat sie internationale Aufmerksamkeit auf Umweltzerstörung in Mosambik gelenkt.

Der Alternative Nobelpreis, offiziell Right Livelihood Award, wird seit 1980 jährlich verliehen und ist mit jeweils rund 83'000 Franken dotiert. Zuletzt erhielt ihn die Seenotrettungsorganisation «SOS Méditerranée». (epd/ dst)