Synode

Aargauer Kirche muss sparen

Die Aargauer Synode verabschiedete das Budget. Der vorgesehene Verlust führte zu keinen Diskussionen, ein erneutes Sparpaket ist jedoch geplant. Ausserdem wurde ein neuer Kirchenrat gewählt.

Die Herbstsynode der Aargauer Reformierten fand am 18. November in verkürzter Form statt. Deshalb wurde das Haupttraktandum, die geplanten Änderungen der Regeln bei Gottesdiensten und Taufen, auf die nächste Synode verschoben.

Auf der Traktandenliste stand aber das Budget 2021. Es umfasst gut 11 Millionen Franken und sieht ein Minus von etwa 56'000 Franken vor, wie es in einer Medienmitteilung vom 18. November heisst. Die Geschäftsprüfungskommission äusserte dabei die Hoffnung, dass die Rechnung positiver abschliesse als das Budget, wie immer in den letzten Jahren. Die Synode genehmigte das Budget denn auch ohne Diskussion und Gegenstimme.

Zu wenig Sparmassnahmen

Kritik äusserte die Geschäftsprüfungskommission am Finanzplan 2021-2024. Die vorgesehenen Sparmassnahmen würden nicht erläutert und reichten nicht, um den Rückgang der Einnahmen auszugleichen. Kirchenratspräsident Christoph Weber-Berg erklärte denn auch, dass noch ein zweites Sparpaket folge, das in dieser Rechnung noch nicht berücksichtigt sei.

Weiter wählte die Synode Christian Bieri, Pfarrer in Unterentfelden, neu in den Kirchenrat. Er setzte sich schon im ersten Wahlgang gegen die vier anderen Bewerberinnen und Bewerber durch, mit 65 von 121 Stimmen. Bieri wurde von der Evangelischen Fraktion unterstützt. Der Sitz im Kirchenrat wird frei durch den Rücktritt von Martin Keller auf Ende 2020. Er wird pensioniert.

Änderungen der Kirchenordnung

Diskutiert wurden auch zwei Anpassungen der Kirchenordnung. Die erste sieht vor, dass bei einem Rücktritt aus der Kirchenpflege die vorgeschriebene Frist von drei Monaten verbindlich eingehalten werden soll. Sofortige Rücktritte sind nur noch ausnahmsweise möglich. Diese Änderung nahm die Synode diskussionslos an.

Mehr zu reden gab der Vorschlag, dass ein Synodenmitglied sein Amt auch nach einem Umzug innerhalb des Kantons behalten kann. Ein Kritikpunkt war dabei, dass Synodale ihr Amt nicht einfach mitnehmen dürften, sie seien Abgeordnete ihrer Kirchgemeinde. Schlussendlich wurde der Antrag aber knapp angenommen.

Zur Sprache kam an der Synode auch die freie Wahl der Kirchgemeinde innerhalb des Kantons. Der Kirchenrat informierte, dass dieses Anliegen der Synode erst umgesetzt werden könne, wenn die Steuersoftware des Kantons Aargau angepasst werde. Das dauere aber noch einige Zeit. (mos)