Arbeitslosigkeit

190 Millionen Menschen ohne Job

Die globale Arbeitslosigkeit sinkt – aber nicht überall gleich stark. Vor allem ärmere Länder verfügen über wenig Spielraum, um sie zu bekämpfen.

Die globale Arbeitslosigkeit wird nach Schätzungen der UN im Jahr 2023 im Vergleich zu 2022 nur leicht um eine Million Betroffene zurückgehen. Rund 191 Millionen Menschen werden im laufenden Jahr keinen Job haben, teilte die Internationale Arbeitsorganisation (ILO) mit.

Damit werde die weltweite Arbeitslosigkeit 2023 wieder das Niveau von 2019 erreichen, demjenigen vor Beginn der Corona-Pandemie. Die globale Arbeitslosenrate werde im laufenden Jahr bei 5,3 Prozent liegen, heisst es in einem neuen Bericht zur weltweiten Beschäftigung.

Viele arme Länder hinkten in dem Erholungsprozess jedoch stark hinterher. Für die Entwicklungsländer stelle die steigende Staatsverschuldung eine Herausforderung dar, der Spielraum für Interventionen am Arbeitsmarkt werde erheblich eingeschränkt. Zudem bedrohten Konflikte, Naturkatastrophen und Wirtschaftskrisen die Stabilität der Länder.

Der Bericht beleuchtet auch die grossen Lücken in der sozialen Sicherung in Entwicklungsländern. Den Angaben nach haben in den armen Ländern nur 23,2 Prozent der älteren Bevölkerung eine Rente oder Altersunterstützung. Die Internationale Arbeitsorganisation ist die älteste Sonderorganisation der Vereinten Nationen mit Hauptsitz in Genf. (epd/ pef)