Zwei Kandidierende fürs Appenzeller Präsidium

Der Kirchenrat Thomas Gugger und die Pfarrerin Martina Tapernoux Tanner bewerben sich um das Appenzeller Kirchenratspräsidium. Gewählt wird die Nachfolge des abtretenden Koni Bruderer an der Synode vom 28. Juni.

Im November des vergangenen Jahres hat der Appenzeller Kirchenratspräsident Koni Bruderer seinen Rücktritt per Ende 2021 angekündigt. Mit dem amtierenden Vizepräsidenten des Kirchenrates, Thomas Gugger, und der Pfarrerin Martina Tapernoux Tanner stehen nun zwei Kandidierende für die Nachfolge bereit.

Der 59-jährige Thomas Gugger ist 2012 in den Kirchenrat gewählt worden. In der Exekutive ist er für das Ressort Finanzen zuständig und amtet als Vizepräsident. Zudem ist Gugger als geschäftsführender Partner eines Treuhandbüros tätig. Sein beruflicher Hintergrund bilde «die optimale Basis für die Leitung des Kirchenrates sowie die anstehenden herausfordernden Projekte», hält Gugger im Schreiben zu seiner Kandidatur fest. Dabei nennt er etwa den Strategieprozess, mit dem die Exekutive die Landeskirche für die Zukunft fit machen will, sowie das Ausarbeiten der Reglemente im Anschluss an die Verfassungsreform.

Die 46-jährige Martina Tapernoux Tanner arbeitet als Pfarrerin in der Kirchgemeinde Heiden sowie im ostschweizerischen Gehörlosenpfarramt. Zudem unterrichtet sie das Fach «Bibel und Theologie» am Religionspädagogischen Institut St. Gallen. Die ausgebildete Primarlehrerin und Theologin möchte die Landeskirche gerne als Kirchenratspräsidentin «gegen innen und aussen» vertreten, wie sie gegenüber ref.ch sagt. «Mir ist wichtig, dass der persönliche Glaube sichtbar wird durch gesellschaftliches Engagement. Eine offene und direkte Kommunikation liegt mir am Herzen.»

Die Wahl der neuen Präsidentin oder des neuen Präsidenten findet an der Synode vom 28. Juni in Heiden statt. (no/vbu)