Zuger Kirche schafft Coronafonds

Mit einem Überschuss von gut 4 Millionen Franken will die Zuger Kirche unter anderem Personen und Unternehmen unterstützen, die unter der Corona-Krise leiden. Ausserdem wurden an der Sitzung des Grossen Kirchgemeinderats die Resultate einer Mitgliederbefragung präsentiert.


Das Parlament der Reformierten Kirche Kanton Zug genehmigte die Verwaltungsrechnung 2019, wie es in einer Medienmitteilung vom 11. September heisst. Die Rechnung schloss mit einem Gewinn von gut 4 Millionen Franken, darin enthalten sind gut 1,5 Millionen Franken, die aus einer Wertberichtigung von Liegenschaften resultieren.

500’000 Franken von diesem Gewinn sollen für einen Coronafonds verwendet werden. Nach einigen Fragen stimmte das Parlament dem entsprechenden Antrag des Kirchenrats zu. Der Fonds soll Einzelpersonen, Familien, Gewerbetreibenden, Einzelfirmen und Kleinunternehmen, die durch die Corona-Pandemie in finanzielle Schieflage geraten sind, niederschwellig Hilfe bieten.

Wohlwollen der Kirche gegenüber

Weiter wurde das Kirchenparlament über die Resultate einer Mitgliederbefragung informiert. Dabei zeigte sich, dass bei den befragten Personen sehr viel Wohlwollen gegenüber der Kirche bestehe, sie werde als wertvolle Institution wahrgenommen, teilte Kirchenschreiber Klaus Hengstler auf Nachfrage mit. Kircheninterne Fragen und Probleme interessierten die Befragten weniger. Vielmehr hätten sie ein Bedürfnis nach Spiritualität und menschlicher Nähe. Viele erwähnten zudem, dass ihnen die musikalischen Angebote sehr zusagten.

Bei der Sitzung des Grossen Kirchgemeinderats kam es zu einer Diskussion über die Methode der Befragung. Ungeachtet dessen zeigte sich der Kirchenrat aber überzeugt, dass die Resultate dazu dienen können, «bedürfnisorientierte Angebote» zu schaffen. (mos)

In einer ersten Version dieses Artikels stand, dass der ganze Gewinn für einen Corona-Fonds verwendet wird. Diese Aussage ist falsch und wurde entsprechend korrigiert.