Zürcher Studis wollen keine «Schnellbleiche» in Theologie

Eine Arbeitsgruppe des Fachvereins Religionswissenschaft und Theologie der Uni Zürich spricht sich gegen einen Studiengang für Quereinsteiger aus.


Seit diesem Jahr ist klar, dass es künftig mehr verkürzte Studiengänge in Theologie geben soll, um dem Pfarrpersonenmangel beizukommen. Auf diese Weise sollen Akademiker schnell und ohne komplettes theologisches Studium zur Ordination gelangen.

Doch nun haben sich Vertreterinnen und Vertreter einer entsprechenden Arbeitsgruppe des Zürcher Fachvereins offen gegen die geplante Änderung ausgesprochen, die schon zum Herbstsemester 2014 in Kraft treten könnte. Als Hauptargument werden die befürchteten theologischen Qualitätseinbussen beim zukünftigen Kirchenpersonal angeführt.

Stattdessen schlagen die Unterzeichnenden verschiedene andere Massnahmen zur Bekämpfung des Pfarrpersonenmangels vor.

Dazu gehört die noch gezieltere Werbung und Förderung junger Studierender für die Theologie, die Einrichtung spezialisierter Diakonatsstellen in Pfarrgemeinden, wo Nicht-Theologen kirchliche Dienstleistungen übernehmen können, sowie die Erhöhung der Attraktivität eines regulären theologischen Zweitstudiums für Berufstätige, zum Beispiel durch die Vergabe von Stipendien.