Zürcher Reformierte zurückhaltend bei Anerkennung orthodoxer Kirchen

Im Zusammenhang mit der Anerkennung der orthodoxen Christen im Kanton Zürich hat sich Kirchenratspräsident Michel Müller zurückhaltend geäussert.


In Zürich sei das Modell des Zusammenspiels zwischen Staat und Kirche historisch gewachsen, sagte Kirchenratspräsident Michel Müller gegenüber der Zeitung reformiert am 11. Januar. Die beiden Landeskirchen sowie die jüdischen Gemeinden hätten lange Erfahrung mit den Grundpositionen eines liberalen Staates.

Zurückhaltend äusserte Müller sich zur Anerkennung orthodoxer Kirchen: «Ob die staatliche Anerkennung der orthodoxen Kirchen ein Fernziel ist, lasse ich offen.»

Zehn orthodoxe Kirchgemeinden gründeten 2014 einen Verband, um eben diese Anerkennung zu erreichen. Der Regierungsrat des Kanton Zürich veröffentlichte vergangenen Dezember seine Leitsätze zum Verhältnis zwischen Staat und Religion. Diese sehen bei der Anerkennung neuer Gemeinschaften allerdings ein Vorgehen in kleinen Schritten vor. Die katholische Kirche unterstützt laut reformiert den Verband in seinem Streben nach Anerkennung – und damit dem Recht auf Steuererhebung. (pd)