ZH: Pfarrverein begrüsst «Quest»-Studiengang

Der Zürcher Pfarrverein begrüsst das Konzept zu einem Studiengang für den Quereinstieg in den Pfarrberuf grundsätzlich, vermisst aber eine ausführliche Analyse des voraussehbaren Pfarrmangels.


«Quereinsteiger tun der Kirche gut», schreibt der Pfarrverein in seiner Vernehmlassungsantwort Ende Februar. Sie brächten einen anderen Erfahrungshintergrund und verfügten über andere Kompetenzen. Deshalb begrüsse der Pfarrverein grundsätzlich das Quest-Konzept. Quest dürfe aber nicht als alleinige Ideallösung gesehen werden.

Als Zürcher Pfarrverein sei aber man in einem Dilemma. Im Kanton Zürich sei wegen des Fusionsprojekts «KirchGemeindePlus» mit einem massiven Rückgang der Pfarrstellen zu rechnen, zu einem Mangel an Pfarrpersonen dürfte es nicht kommen. Deshalb habe Quest nicht erste Priorität.

Zudem sei der Pfarrmangel in gewissen Kantonen nicht einfach Schicksal, sondern hausgemacht. «Müsste nicht in einigen Kantonen der Beruf respektive das Studium als Ganzes attraktiver gemacht werden?» Der Pfarrverein erwähnt hierbei bessere Arbeitsbedingungen, angemessene Löhne, eine etwas andere Ausrichtung des Studiums, eine stärkere Stellung der Pfarrpersonen in den Kirchenordnungen gegenüber anderen Berufen und gegenüber der Kirchenpflege.